Die JuKa wünscht einen guten Rutsch und ein gutes neues Jahr 2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde,

bei meinen Vorbereitungen für den Bericht des Dirigenten anlässlich der Generalversammlung des Musikvereins Oberteuringen 2019/2020 kam mir der Rückblick in das Jahr 2019 vor wie eine Reise in eine andere, mitunter längst vergangene Zeit.

Zu Anfang des Jahres 2019 haben wir uns einerseits musikalisch auf unser Blütenfest vorbereitet, um mit neuen Stücken unser Publikum am Feierabendhock und am traditionellen Frühschoppen am 1. Mai musikalisch zu unterhalten. Neben den intensiven Proben für das Unterhaltungsprogramm haben wir uns zusätzlich auf das Gemeinschaftskonzert mit der Musikkapelle Taldorf am 06. April 2019 vorbereitet. Das Konzert in der voll besetzten Schussentalhalle, bei dem wir ein Best of unseres Jahreskonzertprogramms gespielt hatten, war ein voller Erfolg und wurde mit einem Gesamtchor am Ende des Konzerts gekrönt.

Nach langer Planungsphase stand ab Mai 2019 die Renovierung unseres Musikerheims an und damit verbunden die Suche nach einem Ausweichquartier für die nächsten Monate, um neben dem Umbau auch mit der Jungend- und Trachtenkapelle den Probenbetrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Ein großes Dankeschön möchte ich an dieser Stelle an unsere Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Oberteuringen und des Musikvereins Taldorf aussprechen. Wir fanden während der fast einjährigen Umbauphase bei ihnen Quartier und konnten, neben den ganzen zahlreichen Arbeitseinsätzen in unserem Musikerheim, parallel mit der gesamten Kapelle proben und so das musikalische Leistungsniveau weiter ausbauen. Bei zahlreichen Auftritten in Oberteuringen und Umgebung - wie beispielsweise dem Blutritt, dem Festumzug in Hasenweiler, dem Fahneneinmarsch in Laimnau, dem Teuringer Sonntag oder dem Feierabendhock beim Musikverein Roggenbeuren - haben wir für gute Stimmung auf musikalisch hohem Niveau gesorgt.

Mitte September haben wir uns dann wieder der sinfonischen Blasmusik mit ihren vielseitigen klanglichen und stilistischen Facetten gewidmet. Neben zahlreichen Satzproben wurde auch zusammen mit den Dozenten am Probenwochenende an den richtigen Tönen, der besten Artikulation und der ausgewogenen Melodieführung gearbeitet. All dies natürlich, um unserem treuen Teuringer Publikum wieder ein abwechslungsreiches, anspruchsvolles und unterhaltsames Jahreskonzert bieten zu können.

Nach der „Appalachian Ouvertüre“ von James Barnes und dem bekannten Stück „Salut d’Amour“ aus der Feder von Edward Elgar stand für die Trachtenkapelle eines der wohl bekanntesten und zugleich schwierigsten Stücke der sinfonischen Blasmusik auf dem Programm. Mit „Puszta“ - den vier Zigeunertänzen von Jan van der Roost - bewiesen die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle ein Höchstmaß an Musikalität, technischer Raffinesse und ein ausgewogenes Klangbild. Mit den weiteren Stücken „Ross Roy“, „Around the Whiskey Jar,“ „El Choclo“ und „Elvis in Concert“ haben wir bestimmt dem ein oder anderen im Publikum ein Lächeln ins Gesicht zaubern können - der lang anhaltende Applaus war der Lohn für die vielen Register- und Tuttiproben, die die Musikerinnen und Musiker in der Vorbereitungszeit auf das Jahreskonzert investiert hatten.

Die Trachtenkapelle hat im Jahr 2019 58 Gesamtproben abgehalten und war bei 28 Auftritten in Oberteuringen und Umgebung zu hören. Neben den Proben und Auftritten wurden unzählige Arbeitsstunden von jedem Mitglied in die Renovierung unseres Musikerheims gesteckt.
An dieser Stelle möchte ich Euch allen, liebe Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle, nochmals ganz herzlich für euer großes Engagement und eure Zeit danken, die ihr der Musik und dem Musikverein Oberteuringen widmet.
Die Trachtenkapelle Oberteuringen kann also auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken. Wie in jeder Kapelle kommen neue Musiker hinzu und andere verlassen den Klangkörper, sei es aus beruflichen oder privaten Gründen. Somit können wir im Jahr 2019 auf eine Zahl von 62 aktiven Musikerinnen und Musiker blicken.

Im Jahr 2019 hat Claire Steurer als aktive Musikantin die Trachtenkapelle Oberteuringen verlassen. Und so freut es mich ganz besonders, dass wir aus den eigenen Reihen, nämlich aus unserer Jugendkapelle heraus, Johanna Haas an der Querflöte, Ramona Bottlinger an der Klarinette und Pascal Hager an der Posaune als neue Mitglieder in der Trachtenkapelle begrüßen durften.

So erfolgreich das alte Jahr 2019 mit dem Jahreskonzert abschloss, so erfolgreich startete die Trachtenkapelle Oberteuringen in das Jahr 2020. Gleich zu Beginn des Jahres umrahmten wir den neuen Neujahrsempfang der Gemeinde in der Post und unterhielten die Teuringer Kinder und Erwachsenen beim traditionellen Schul- und Rathaussturm und dem anschließenden Programm in der Post. Schon ab Januar hatten wir mit den musikalischen Vorbereitungen für das 60. Blütenfest gestartet - wollten wir doch zu diesem Jubiläum viele neue Stücke in die Unterhaltungsmappe   aufnehmen um so unserem Publikum einen abwechslungsreichen Feierabendhock und einen unvergessenen 1. Mai zu bescheren.

Doch wie Sie alle wissen, kam leider alles anders. Die sich immer weiter verschärfenden Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie machten auch vor dem MVO nicht halt - und so mussten wir zuerst unser Blütenfest absagen und einen Tag später, am Freitag, den 13. März - den gesamten Probenbetrieb einstellen. Genau an diesem Tag wurde das letzte Holzpaneel an die Akustikdecke in unserem neu renovierten Musikerheim befestigt - und wir hätten wieder in unserem Musikerheim proben können.

Schon nach der ersten Information Ende Mai, dass Musik im Verein mit großen Abständen wieder möglich sein könnte, machten sich die Vorstandschaft und ich ans Werk, mögliche Szenarien zu erarbeiten, wie ein sicherer Beginn der Proben mit der Trachtenkapelle aussehen kann. Denn eines war uns klar: wir wollten den Probenbetrieb alsbald wieder aufnehmen um einen ersten Schritt zur neuen Normalität zu machen. Schnell wurde klar, dass wir auf Grund der vorherrschenden Abstandsregelungen nicht in unserem Musikerheim für die kommende Zeit proben können und so wurde nach einem Ausweichquartier gesucht.

Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unserem Werner, der uns bei sich in Rieter aufgenommen hat und uns die Möglichkeit gab, auf der „Festwiese“ mit den Proben unter freiem Himmel und mit dem entsprechenden Abstand zu beginnen. Und so war es für mich - und ich glaube auch für jeden einzelnen Musikanten -  ein ganz besonderes Ereignis, die ersten Töne der Trachtenkapelle nach langer Pause zu vernehmen.

Unter dem Motto: MVO - Musik Verbindet Oberteuringen - haben die Trachtenkapelle und die Jugendkapelle insgesamt 5 Konzerte auf der Pfarrwiese im Herzen von Oberteuringen gegeben. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir als Kapelle in diesen besonderen Sommermonaten die Konzertreihe veranstaltet haben und jeder mit vollem Einsatz dabei war - das Teuringer Publikum hat es uns mit viel Applaus gedankt. Diese Konzerte sind für mich mit Abstand das Highlight in diesem besonderen Jahr 2020!

Auch im Jahr 2020 haben wir mit Lena Fischer an der Klarinette und Jannik Fritz am Bariton wieder zwei neue Mitglieder in der Trachtenkapelle begrüßen dürfen.

Die große Frage, die mich als Dirigent schon zu dieser Zeit im Sommer beschäftigte, war, ob und wie unser traditionelles Jahreskonzert in diesem Jahr stattfinden könnte. Ein Konzert mit der gesamten Trachtenkapelle schien schnell aussichtslos, da der zur Verfügung stehende Saal in der Post nicht ausreichend ist, um die gesamte Kapelle plus Publikum mit entsprechendem Abstand unterzubringen. Und so bin ich sehr dankbar, dass aus der Trachtenkapelle selbst der Vorschlag kam, die Kapelle in kleinere, speziell für dieses Jahreskonzert gegründete Ensembles zu unterteilen, welche an vier unterschiedlichen Konzertorten je zur gleichen Zeit ein halbstündiges Konzert geben.

Es war jedem Musiker bewusst, dass zu keinem Zeitpunkt sicher war, ob das Konzert stattfindet. So freut es mich umso mehr, dass wir uns gemeinsam für den Schritt entschieden haben, mit den Vorbereitungen für das Jahreskonzert und den Ensembleproben zu beginnen.
Für viele von uns war es das erste Mal, in einem Ensemble zu spielen, auf einmal alleine und nicht in der Gruppe eine Melodie zu führen, andere Instrumente direkt neben sich zu hören, und natürlich auch in den meisten Ensembles ohne Dirigent zu spielen. Aus der Kapelle habe ich bis jetzt nur positive Resonanz zu diesem Schritt und dieser Entscheidung vernommen, und alle waren und sind sich einig: das Wichtigste ist es, dass wir wieder in kleinen Gruppen Musik machen können. An dieser Stelle möchte ich auch einen großen Dank an die Ensembleleiter richten,  die sich dazu bereit erklärt haben, die Leitung in der jeweiligen Gruppe zu übernehmen und für Struktur und Linie in den Proben zu sorgen.

Auch wenn wir unser Jahreskonzert nicht wie zuerst geplant Ende November veranstalten können, so sind wir optimal vorbereitet wenn es heißt: Musikproben in kleineren Gruppen und mit Abstand sind wieder möglich. Das Konzept steht, das Hygienekonzept ist formuliert, die Ensembles eingeteilt, die Noten verteilt und die Stücke wurden in den ersten Proben schon gut einstudiert. Und ich glaube für alle sprechen zu können: wir freuen uns schon riesig auf diesen Tag!

Bis dahin alles Gute!

Mit musikalischen Grüßen

Fabian Zürn

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